Stille Beteiligung

Atypisch?


Zahlen & Fakten

  • Sicherheit bis
  • Abschluss- & Verwaltungkosten bis
  • Verzinsung über
  • Verlust bis

Bei dieser Seite handelt es sich um allgemeine Informationen. Sie stellt kein Angebot dar !

Jegliche Transaktionen sind ausgeschlossen!


Kick-Back-Zahlungen


Stille Beteiligung zur Finanzierung von Unternehmen

Die stille Gesellschaft ist eine echte gesellschaftsrechtliche Beteiligung. Das dispositive Recht erlaubt weitgehend freie Vertragsgestaltungen. Dabei ist es auch möglich, dass der Unternehmer sich selbst als stiller Gesellschafter an seinem eigenen Unternehmen beteiligt. Die stille Beteiligung ist so auch insbesondere in der Mittelstands-Finanzierung ein beliebtes Instrument und steht allen Unternehmen zur Verfügung. Ob und inwieweit das eingebrachte stille Beteiligungskapital als Fremdkapital oder Eigenkapital zu behandeln ist, hängt von der Gestaltung im Gesellschaftsvertrag ab.

Wie der Name schon andeutet, wird diese Gesellschaftsform deshalb auch stille Gesellschaft genannt, weil der Gesellschafter nach außen nicht in Erscheinung tritt. Rechtlich handelt sich um eine Unterform der BGB-Innengesellschaft (vgl. ggf. § 705 BGB). Der Stille Investor leistet seine Einlage in das Unternehmensvermögen und erlangt als Gegenleistung eine Gewinnbeteiligung.

Gesetzlich ist die stille Beteiligung in den §§ 230 ff. HGB geregelt. Grundsätzlich partizipiert der stille Gesellschafter am Gewinn des Unternehmens. Die Höhe der Gewinnbeteiligung kann frei vereinbart werden. § 230 HGB: "Wer sich als stiller Gesellschafter an dem Handelsgewerbe, das ein anderer betreibt, mit einer Vermögenseinlage beteiligt, hat die Einlage so zu leisten, dass sie in das Vermögen des Inhabers des Handelsgeschäfts übergeht."

Der Investor wird bei dieser Form der Unternehmensfinanzierung als "Stiller Gesellschafter" bezeichnet. Ist der Anteil des stillen Gesellschafters am Gewinn und Verlust nicht bestimmt, so gilt ein den Umständen nach angemessener Anteil als bedungen. Im Gesellschaftsvertrag kann bestimmt werden, dass der stille Gesellschafter nicht am Verlust beteiligt sein soll; seine Beteiligung am Gewinn kann nicht ausgeschlossen werden (vgl. § 231 HGB).

Atypische stille Beteiligung

Abgrenzung zur atypischen stillen Beteiligung: Bei der typisch stillen Beteiligung nimmt der stille Gesellschafter nicht an den stillen Reserven (z.B. Wertzuwachs bzw. Unterbewertung von Vermögensgegenständen) teil. Bei Beendigung der Gesellschaft partizipiert dagegen der stille Gesellschafter bei einer atypisch stillen Beteiligung vor allem an dem außer-bilanziellem Wertzuwachs des Unternehmens.

Für die steuerliche Behandlung und damit der Besteuerung der stillen Gesellschaft kommt es auf die vertragliche Gestaltung an, d.h. ist es eher eine "typisch stille Beteiligung" oder eher eine "atypisch stille Beteiligung". Beim stillen Gesellschafter stellen die ihm zufließenden Gewinnanteile Einkünfte aus Kapitalvermögen dar. Beim Unternehmen vermindern die an den stillen Gesellschafter gezahlten oder in einer Rückstellung ausgewiesenen Gewinnanteile als Betriebsausgaben den steuerlichen Gewinn bei der Einkommensteuer oder der Körperschaftsteuer.

Im Gegensatz dazu wird bei der atypischen stillen Gesellschaft der Gewinn aus der Beteiligung an einer stillen Gesellschaft als Einkünfte aus Gewerbetrieb qualifiziert. Die atypische stille Gesellschaft kann auch gewerbesteuerpflichtig sein und zum Beispiel als Personengesellschaft auch entsprechende Freibeträge in Anspruch nehmen.



Was kostet mich dieser Service ?

Die Dienstleistung der ABANQO AG ist kostenfrei!

Kontaktformular